Prag - Haus Hellichova 5
Dem heutigen Gebäude gingen zwei historisch wertvolle Gebäude (Nr. 455/5 und 456/3) voraus, die mit dem Werk von Christoph Dientzenhofer und dem Leben von Kilian Ignaz Dientzenhofer verbunden sind.
Das erste Haus (455/5), das auf das Jahr 1526 zurückgeht, wurde von seinem Besitzer Kryštof Dientzenhofer bis 1710 umgebaut. Das zweite Nachbarhaus (456/3) wurde 1722 von Christoph Dientzenhofer umgebaut. Beide Häuser wurden nach dem Tod seines Vaters von Kilian Ignaz Dientzenhofer geerbt, der hier 1751 ebenfalls starb.
Nach dem Abriss im Jahr 1898 blieb von der ursprünglichen barocken Erscheinung beider Häuser nichts mehr erhalten.
Geschichte
Dem heutigen Gebäude gingen zwei historisch wertvolle Gebäude (Nr. 455/5 und 456/3) voraus, die mit dem Werk von Christoph Dientzenhofer und dem Leben von Kilian Ignaz Dientzenhofer verbunden sind.
Das erste von ihnen (455/5) wurde erstmals 1562 schriftlich erwähnt. Im Jahr 1636 wird das Haus als Ruine beschrieben. Bis 1658 fand ein Wiederaufbau statt, aber auch danach gehörte das Haus auf dem kleinen Eckgrundstück nicht zu den wertvollen Gebäuden. Bis 1710 wurde ein weiterer Umbau durch den Besitzer des Nachbarhauses (456/3), Christoph Dientzenhofer, durchgeführt. Nach dem Umbau wurde das Haus "Am Marienbild" genannt.
Das zweite Haus 456/3, das die Grundlage für das heutige Grundstück bildete, taucht ebenfalls Ende des 16. Jahrhunderts in den Quellen auf. Dem angegebenen Preis zufolge war es größer und prächtiger. Nach der ungarischen Konfiszierung wurde es den Dominikanern von der Heiligen Maria Magdalena geschenkt. Diese behielten es jedoch nicht lange und tauschten es 1651 mit der Stadt. Nach mehreren Besitzerwechseln gelangte das Haus schließlich in den Besitz von Christoph Dientzenhofer, der es bis zu seinem Tod im Jahr 1722 zu einem nicht sehr hohen Preis wieder aufbaute. Kilian Ignaz Dientzenhofer erbte das neue Gebäude nach dem Tod seines Vaters 1722. Kilian Ignaz sollte 1751 in diesem Haus sterben.
1897 wurde beschlossen, das bestehende Gebäude abzureißen, und das Haus 456/3 wurde 1898 nach dem vorherigen klassizistischen Umbau abgerissen. Erst im Jahre 1904 wurde ein neues Gebäude in der neuen Linie der verbreiterten Straße nach dem Entwurf von G. Šámal genehmigt.
Von der ursprünglichen Form des Gebäudes ist nichts erhalten geblieben. An der Ecke des heutigen Hauses befindet sich eine Gedenktafel, die an Christoph und Kilian Ignaz Dientzenhofer erinnert.
Gegenwart
Das Gebäude wird derzeit als Hotel genutzt.
Besitzer / Nutzer
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Česká obec sokolská Tel.: +420 257 007 111 E-mail: post[ZAVINÁČ]sokol[TEČKA]eu www.sokol.eu |
5. Dezember 2023 |
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Quellen
| Titel / Autor | Datum der Zitierung | Ort und Jahr der Veröffentlichung |
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| Umělecké památky Prahy - Malá Strana (Vlček Pavel a kol.) | Nakladatesltví Academia / 1999 |