Bamberg - Haus Lange Straße 18
Das im Dreißigjährigen Krieg zerstörte Haus mit dem Namen "Goldener Stern" wurde 1687-1688 von Leonhard Dientzenhofer zu seinem eigenen Haus umgebaut.
Geschichte
Im Jahr 1474 wird an dieser Stelle erstmals ein Haus erwähnt. Im Jahr 1548 wurde es "Zum Güldenen Stern" genannt. Wahrscheinlich wurde es seit Ende des 15. Jahrhunderts als Gasthaus betrieben. Eine Steintafel über der Eingangstür mit der Jahreszahl 1572 weist darauf hin, dass das Gebäude wieder aufgebaut wurde.
Während des Dreißigjährigen Krieges wurde das Haus zerstört. Wahrscheinlich wurde das Haus 1687 von Johann Leonhard Dientzenhofer erworben, der es zwischen 1687 und 1688 zu seinem eigenen Haus umbaute. Auf der Steintafel über dem Eingang steht die Inschrift LD 1688.
Nach dem Tod von Johann Leonhard im Jahr 1707 war das Haus bis 1780 im Besitz der Freiherren von Pölnitz. 1955 wurde der Hinterhof abgerissen, um an seiner Stelle das Kino "Camera Lichtspiele" zu errichten, was weitere Umbauten am Vorderhaus erforderlich machte. Im Jahr 1981 wurde das Kino in eine Spielhalle umgewandelt.
Architektur
Das repräsentative dreigeschossige Gebäude mit Satteldach ist traufständig zur Lange Straße ausgerichtet. Das Erdgeschoss ist in drei Arkaden gegliedert, deren Mitte durch Pilaster und einen Treppengiebel hervorgehoben wird. Das Erdgeschoss wird von einem Bandgesims gekrönt. Die Obergeschosse sind durch breite Eckpilaster verbunden und werden durch ein umlaufendes und umgekehrtes Gesims gegliedert. Die Fenster sind in durchbrochene und abgeschrägte Rahmen gefasst, die im ersten Stockwerk durch Fenstervordächer zusätzlich betont werden.
Der Zimmermeister Josef Grenz war am Bau beteiligt.
Gegenwart
Das Erdgeschoss des Hauses beherbergt ein Restaurant und eine Vergnügungspassage, während die oberen Etagen zu Wohnzwecken genutzt werden.