Řetězový most s pohledem na Újezd, Karel Maloch (1858-1933) editor – Zdeněk Wirth: Stará Praha, J. Otto, 1940 Řetězový most s pohledem na Újezd, Karel Maloch (1858-1933) editor – Zdeněk Wirth: Stará Praha, J. Otto, 1940
J. D. Huber 1769, Plán Prahy, perpsektivní pohled na oblast Malostranské cihelny J. D. Huber 1769, Plán Prahy, perpsektivní pohled na oblast Malostranské cihelny

Prag - ehemalige Ziegelei Kleine Seite

Die ehemalige, heute nicht mehr existierende Ziegelei an der heutigen Vítězná-Straße zwischen Újezd und Šeříkova-Straße, ab 1707 von Christopher Dientzenhofer und nach dessen Tod von seinem Sohn Henry gepachtet

Die Ziegelei Kleine Seite stand ursprünglich an der heutigen Vítězná-Straße zwischen Újezd und Šeříkova-Straße.

Die erste Erwähnung der Ziegelei stammt aus dem Jahr 1406, als sie der Mutter des Bischofs Jan Naz gehörte. Die Ziegelei (zusammen mit einem Kalkbrennofen) wird 1446 erneut urkundlich erwähnt. Später befand sie sich im Besitz der Altstadtgemeinde, bis sie in den 1640er Jahren beschlagnahmt und dem kaiserlichen Besitz zugeschlagen wurde.

Die Ziegelei brannte vor 1655 ab und danach wurde das gesamte Areal mit Wohnhaus, Kalkofen, Schmiede, Garten und dem Haus mit Schenke an der Straße zur Fähre von der Kleinseite gekauft.

Die Ziegelei wurde anschließend verpachtet. Ab 1707 war der Pächter Kryštof Dientzenhofer, nach seinem Tod 1722 sein Sohn Jindřich Dientzenhofer.

Im Jahr 1839 kaufte es die Aktiengesellschaft für den Bau der Kettenbrücke, der heutigen Legionsbrücke, vom damaligen Eigentümer Leopold Jurain. Die Gesellschaft ließ die ursprünglichen Gebäude abreißen, zog die Baulinie der heutigen Vítězná-Straße in einer geraden Linie mit der Brücke und teilte das Grundstück im Einvernehmen mit der Gemeinde in 10 Bauparzellen auf.

Ausführliche Informationen

Geschichte

Aus dem Königlichen Prag im Jahr 1903 (Prof. Ruth, 1903)

Die Chotkova-Straße (Anm.: die heutige Vítězná-Straße) führt von der Kaiser-Franziskus-Kettenbrücke (Anm.: die Kettenbrücke wurde 1898 entfernt, heute steht hier die Legionsbrücke) zum Újezd. Sie wurde fast vollständig im 19. Jahrhundert gebaut, nachdem die Kettenbrücke errichtet worden war. Das Eckhaus am Újezd Nr. 419-7 wurde damals An der Kettenbrücke genannt. Passenderweise dient es dem Verdienst von Chotek an dieser Brücke.

Früher gab es hier einen Kalkofen oder eine Ziegelei, deren Besitzerin 1406 die Mutter von Dr. Jan Naz, Bischof von Chur, war. Im Jahre 1446 kaufte sie Hanušík, ein Mälzer aus Polná, dem späteren Altstädter Dorf. Bis heute dient die Ecke des Újezd Nr. 420 als Ziegelei und die nächste Nr. 421 (am Újezd 8 n.) als Kalkofen.

Früher gab es eine Schenke mit einem großen Hof, die einst dem Baumeister Kryštof Dienzenhoffer und seinem Sohn Jindřich gehörte, der nicht wie sein berühmter Bruder nach seinem Vater Baumeister wurde, sondern Bierlader, nachdem er ein Haus bei Splavín gekauft hatte. Am Fluss befanden sich früher die Mühlen der Propstei Mělník, dann des Malteserordens.

Quellen

Titel / Autor Datum der Zitierung Ort und Jahr der Veröffentlichung
Umělecké památky Prahy - Malá Strana (Pavel Vlček a kol.) Nakladatelství Academia / 1999
Vítězná ulice (Wikipedia)
Kronika královské Prahy a obcí sousedních (Ruth František) Nakladatel Pavel Körber / 1903-1904
Plán Prahy J. D. Hubera z roku 1769 (J. D. Hubler)
HÚ AV ČR, v.v.i.
HIU

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GPS: 50.0809097N, 14.4052614E
Zaniklá Malostranská cihelna v Praze