Amberg - Wallfahrtskirche Maria Hilf

Die Kirche wurde nach den Plänen von Wolfgang Dientzenhofer in den Jahren 1697-1703 von dem Baumeister Georg Peimble errichtet

Zur Zeit der Pestepidemie in Amberg 1633-1634 wurde am 3. September 1634 ein vom Rektor des Amberger Jesuitenkollegs gestiftetes Mariahilf-Gemälde von Lucas Cranach dem Älteren in einer feierlichen Prozession an der Stelle der heutigen Mariahilf-Kirche aufgehängt. Danach klang die Pestepidemie ab. Im Jahr 1641 wurde an dieser Stelle eine eigene Votivkapelle errichtet.

Die wachsende Zahl der Pilger erforderte bald den Bau einer größeren Kirche. 1697 wurde der Bernsteinmaurermeister Georg Peimbl mit dem Bau einer Wallfahrtskirche nach den Plänen von Wolfgang Dientzenhofer beauftragt. Das Kirchenschiff wurde 1703 fertiggestellt und 1711 geweiht.

Ausführliche Informationen

Geschichte

Die Stadt Amberg wurde wiederholt von der Pest heimgesucht. Besonders schlimm war sie in den Jahren 1633 und 1634 während des Dreißigjährigen Krieges, wo sie täglich bis zu vierzig Einwohner tötete und ganze Stadtteile auslöschte.

Der Rektor des Jesuitenkollegs in Amberg, Pater Caspar Hell, stiftete das Gnadenbild, eine Kopie des berühmten Mariahilf-Bildes von Lucas Cranach d. Ä., das sich im Innsbrucker Dom befindet.

Am 3. September 1634 wurde das Bild in einer feierlichen Prozession auf den Berg (den heutigen Mariahilfberg) getragen, wo es im Turm des ehemaligen Amberger Schlosses aufgehängt wurde. Danach zog sich die Pest zurück.

Im Jahr 1641 wurde an dieser Stelle eine eigene Votivkapelle errichtet, die sich jedoch bald als zu klein für die entstehenden Wallfahrten erwies. Nach einem Brand, bei dem das Liebesbild verschont blieb, begann man mit dem Wiederaufbau, der 1651 mit der Einweihung der Kapelle abgeschlossen wurde.

Die wachsende Zahl der Pilger erforderte bald den Bau einer größeren Kirche und legte damit den Grundstein für eine der bedeutendsten Marienwallfahrten Bayerns.

1697 wurde der Bernsteinmaurermeister Georg Peimbl mit dem Bau einer Wallfahrtskirche nach Plänen von Wolfgang Dientzenhofer beauftragt. Das Kirchenschiff wurde 1703 fertiggestellt und 1711 geweiht. 1722 waren Turm und Ausstattung fertig.

Die Betreuung der Pilger und die Verwaltung der Kirche wurde vom Franziskanerorden übernommen.

In den Jahren 1696-98 wurde neben der heutigen Wallfahrtskirche Maria Hilf ein kleines Hospiz als Filialkloster der Franziskaner errichtet, damit die Ordensleute den Sommer über auf dem Berg bleiben konnten.
Wie das Kloster im Ort wurde es 1802 säkularisiert, aber 1832 genehmigte König Ludwig I. die Wiederherstellung des Klosters auf dem Berg, wo die Franziskaner noch heute als Verwalter des Wallfahrtsweges residieren.

Die letzten umfangreichen Reparaturen wurden 1934 und 1976-1981 durchgeführt.

Seit dem 1. September 2007 wird das Franziskanerkloster von den polnischen Franziskanerpatres der Ordensprovinz Unsere Liebe Frau von den Engeln (Krakau) verwaltet.

Architektur

Das Kirchengebäude ist ein Backsteinpfeilerbau aus Sandsteinblöcken mit einem Chorturm mit Zwiebelturm und Laterne sowie einer Fassade mit Pilastergliederung und figürlichen Nischen.

Fresken

Im Jahr 1716 nahm die Stadt Amberg Kontakt mit dem Maler Cosmas Damian Asam auf, der in diesem Jahr in Ensdorf und anderen Orten der Oberpfalz tätig war. Die Stadt hatte nicht das Geld, um Asam die übliche Vergütung zu zahlen, aber da er "besonderen Weitblick und Wohlwollen" für das "lobenswerte Gotteshaus" zeigte und bereit war, sich mit einer geringeren Entschädigung zu begnügen, konnte Asam den reichen Bildschmuck der Kirche realisieren. Die Entschädigung wurde schließlich von der Stadt in Raten gezahlt.

Inneneinrichtung

Giovanni Battista Carlone war der Autor der Stuckarbeiten und des Hauptaltars. Das Bild der Barmherzigkeit ist das zentrale Element des Hauptaltars, der 1703 aus Marmor und Stuck gefertigt wurde. Die Gemälde an den Seitenaltären und in der Kapelle stellen Szenen aus dem Neuen Testament und Heiligenlegenden dar.

Der Eindruck des Innenraums wird auch durch eine Reihe monumentaler Stuckfiguren biblischer Gestalten bestimmt, die 1717 von Paul d'Aglio geschaffen wurden.

Gegenwart

Seit dem 1. September 2007 wird die Kirche von den polnischen Franziskanerpatres der Provinz von Unserer Lieben Frau von den Engeln in Krakau verwaltet.

Besitzer / Nutzer

Wallfahrtskirche Maria Hilf
Tel.: 09621 37606-0
E-mail: kloster[ZAVINÁČ]mariahilfberg-amberg[TEČKA]de
www.mariahilfberg-amberg.de
9. Juni 2023

Karte des Ortes und der Umgebung Öffnen am mapy.cz

GPS: 49.4526828N, 11.8712497E
Panny Marie Pomocnice